Live-Action-Adventures sind aufgebaut wie eine aufwändige Schnitzeljagd. Eingebettet in eine spannende Story versetzt sie den Spieler in eine glaubwürdige Parallelwelt. Alles ist echt - Das ist unser Anspruch. Der Handlungsstrang eines Live-Action-Adventures ähnelt dem eines Films, nur dass dieser "Film" in Echtzeit in realer Umgebung stattfindet. Die Spieler treiben die Handlung selbst voran, indem sie Hinweisen nachgehen und Herausforderungen bewältigen. Der bedeutende Unterschied zum Live-Rollenspiel (LARP) liegt in der Authentizität: Den Spielern soll glaubwürdig gemacht werden, die Situation oder die Gefahr sei real, ohne jemals den geschützten Rahmen des Spiels zu verlassen. Alles, was für das Szenario benötigt wird, ist auch in materieller Form vorhanden, kann angefasst werden. Die Schauplätze sind echt, nichts muss sich seitens der Spieler gedanklich vorgestellt werden. Eingeweihte Schauspieler ergänzen die Szenerie, es kann oder muss mit ihnen interagiert werden, um die Geschichte voranzutreiben. Im besten Fall erkennen die Spieler die Grenze zwischen Spiel und Realität nicht mehr, ganz getreu dem Mantra der Live-Alternate-Reality-Games (LARG): This is not a game!

Wir sehen Live-Action-Adventures nicht als Veranstaltungen, bei denen größere Menschenmassen hindurchgeschleust werden. Im Gegenteil: Die Spiele sind speziell für eine kleine Personengruppe konzipiert. Die ganze Organisation dreht sich lediglich um vier bis fünf Spieler. Publikum gibt es nicht. Möglichst attraktive und interessante Schauplätze schaffen eine dichte Spielatmosphäre. So dienen Bergwerke, Industriehäfen oder Sehenswürdigkeiten einer Stadt als Spielfeld. Schauspieler werden positioniert, um die Spieler zur richtigen Zeit am richtigen Ort abzufangen, Szenarios zu erstellen, Kontaktpersonen zu mimen oder gar als Gegner aufzutreten. Eine Rollenvorgabe oder komplexe Charakterbeschreibungen gibt es für die Spieler nicht, schauspielerisches Können wird also nicht gefordert. Die Spieler nehmen als sie selbst am Spiel teil. So kann sich einzig und allein auf die Geschehnisse konzentriert werden, ohne dabei im Gedächtnis nach einem fiktiven Lebenslauf zu kramen. Ebenso wird auf ein komplexes Regelwerk verzichtet. Lediglich ein paar allgemeine Verhaltensregeln zum Schutz der Spieler, der Schauspieler und nichtbeteiligter Personen müssen eingehalten werden.